Auszug aus unserem Schulprogramm der

Grundschule „Fritz Reuter“ Kröslin

 

Kleine Grundschule auf dem Lande“

 

 

1. Präambel

Unsere Grundschule nimmt am Programm „Kleine Grundschule auf dem Lande“ teil. Sie sieht sich an das bestehende Schulgesetz des Landes und die Erlasse des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Die Arbeit in der Grundschule vom 10. August 2009) und an seine Rahmenpläne der Grundschule sowie an die schulinternen Lehrpläne gebunden. Es werden die Jahrgänge 1 bis 4 unterrichtet. Wir nutzen die Unterstützung vom Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV).

2. Gründe der Weiterführung als „Kleine Grundschule auf dem Lande“

Die Grundschule Kröslin gehört zum Amtsbereich der Gemeinde Kröslin. Zu dieser Gemeinde und damit auch zum Einzugsgebiet der Grundschule in Kröslin zählen die Dörfer Kröslin, Freest, Spandowerhagen, Hollendorf und Karrin. Unsere Gemeinde hat 1811 Einwohner (Stand 31. Dezember 2018). Die Geburtenzahlen sanken nach 1989 und deshalb suchten wir nach anderen pädagogischen und organisatorischen Wegen, die auch in der Verwaltungsvorschrift des Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern vom 10. August 2009 „Die Arbeit in der Grundschule“ sowie im Schulgesetz für das Land Mecklenburg-Vorpommern vom 13. Februar 2006 in der Fassung des ersten Änderungsgesetzes vom 16. Februar 2009 vorgesehen sind.

Wir schaffen Voraussetzungen, damit unsere Grundschulkinder auch weiterhin in unserer Gemeinde beschult werden. Schulwege und Wartezeiten sollen so kurz wie möglich sein. Um für unsere jüngsten Schulkinder die günstigen Bedingungen zu erhalten, führen wir unsere Schule in Kröslin als „Kleine Grundschule auf dem Lande“ weiter und tragen den Namen „Fritz Reuter“, der unserer Schule bereits im Jahr 1986 verliehen wurde.

Die Gemeinde Kröslin lebt mit der Schule und an vielen Veranstaltungen in der Gemeinde nehmen unsere Schüler und Lehrer teil. In unserer Gemeinde wurde und wird viel gebaut, so dass mit konstanten Schülerzahlen zu rechnen ist.

Im Schuljahr 1999/2000 wurden erstmalig die Klassen 1 und 2 jahrgangsweise im Kernunterricht und jahrgangsübergreifend in Lerngruppen unterrichtet. In den jahrgangsübergreifenden Fächern stellen wir uns auf die veränderten Unterrichtsbedingungen ein, indem wir der Klassenstufe entsprechende Lehrplanziele und Unterrichtsthemen auf der Grundlage der Rahmenpläne und schulinternen Lehrpläne koordinierten. Das erfordert von uns eine gut durchdachte Planung des Unterrichts unter Berücksichtigung unterschiedlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten, Anforderungen und altersspezifischer Besonderheiten. Bei der Umsetzung nutzen wir entsprechende Organisationsformen und Methoden. Wir arbeiten in den gemischten Lerngruppen differenziert sowie nach Tages- und Wochenplan.

Um den Unterricht reibungsloser zu organisieren und effektiver zu gestalten, nutzen wir die Hilfe der Schüler untereinander und fördern zugleich die sozialen Kontakte, die von Klasse zu Klasse wachsen und sich positiv auf das kollektive Miteinander auswirken.

Schule soll auf das Leben vorbereiten. Sie soll Schülern Raum und Entscheidungsmöglichkeiten für ihre eigene Selbstfindung bieten, geistige Fähigkeiten entwickeln, den Willen und die Fähigkeit zur Übernahme sozialer und eigener Verantwortung fördern. Das verlangt neue Regeln im Umgang miteinander. Die Schule muss nicht nur Lern- sondern auch Lebensort sein, in der das ganzheitliche Lernen mit Kopf, Herz und Hand geschieht.

So nutzen wir das Computerkabinett um die Schüler an die neuen Medien heranzuführen. Wir führen den Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch jahrgangsweise durch. Jahrgangsübergreifend werden die Fächer Werken, Musik, Kunst, Sport und Religion bzw. Philosophieren mit Kindern unterrichtet. Unser Programm ermöglicht ein individuelles und differenziertes Eingehen auf einzelne Schüler. Es ist eine gezielte Förderung von begabten und schwächeren Schülern möglich. Die Arbeit nach dem Programm „Kleine Grundschule auf dem Lande“ bietet unseren Kindern im Dorf günstige Entwicklungsmöglichkeiten.

 

3. Pädagogisches Leitbild und Leitsätze

3. 1. Die Grundschule „Fritz Reuter“ versteht sich als Lern-, Spiel- und Lebensort im

        ländlichen Raum. Sie ist eine Schule zum Wohlfühlen und bereitet die Schüler auf die

        weiterführenden Schulen vor.

3. 2. Bildung und Erziehung sind Hauptanliegen unserer Einrichtung. Die Schüler werden

        gefordert und gefördert. Individuelle Förderung und differenzierte Arbeit sind

        Bestandteile des Unterrichts. Freude an Tätigkeiten und Erfolge machen die Kinder

        stark.

3. 3. Die Lehrer und Schüler entwickeln gemeinsam gewaltfreie Wege zur Konfliktlösung und

       die Schüler erlernen das Einhalten von Regeln.

3. 4. Bewegung ist eine wesentliche Grundlage für körperliches und geistiges Wohlbefinden und sie fördert das 

       soziale Miteinander. Die Grundschule „Fritz Reuter“ hat sich zu einer „Bewegten Schule“ entwickelt.

B Beweg dich!

E Erhaltung der Gesundheit!

W Wir lernen mit allen Sinnen!

E Erholung tut gut!

G Gymnastik macht fit!

T Traditionen gehören dazu!

E Entwicklung braucht Bewegung!

 

S Sport, Spiel und Spaß für alle!

C Chancen durch die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen!

H Hofpausen sind zum Spielen da!

U Unterricht mit Bewegungsspielen!

L Lesefitnesstraining fördert das Lesen!

E Eltern sind dabei!

 

3. 5. Der Schulort auf dem Lande ermöglicht ein ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen.

3. 6. Die Grundschule „Fritz Reuter“ ehrt Fritz Reuter als plattdeutschen Heimatdichter.

3. 7. Die Grundschule „Fritz Reuter“ arbeitet eng mit allen am Schulleben Beteiligten zusammen.

       Zusammenarbeit mit:

3. 8. Die Grundschule „Fritz Reuter“ setzt sich für gute materielle und personelle Lernbedingungen ein.

3. 9. Die Grundschule „Fritz Reuter“ sichert durch ihre Existenz die wohnortnahe Beschulung von Schülern.

 

4. Schulgemeinschaft

Die „Kleine Grundschule auf dem Lande“ bietet durch ihren Standort in der Nähe des Wohnbereiches der Eltern und der Schüler sowie des Hortes und der Kindertagesstätte günstige Voraussetzungen für die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten. Zur Schulgemeinschaft gehören Schüler, Lehrer und Eltern. Die Zusammenarbeit mit den Eltern spielt in der „Kleinen Grundschule auf dem Lande“ eine große Rolle. Die Eltern werden über das Schulprogramm umfassend informiert. Regelmäßig führen wir Elternberatungen durch, in denen wesentliche Vorhaben und Probleme besprochen werden. Diese Gespräche werden für alle Eltern offen gestaltet.

4.1. Planung

Einführung der flexiblen Schuleingangsphase

4. 2. Tagesablauf

7. 00 Uhr bis 7.30 Uhr Eintreffen der Schüler – Vorbereiten auf den Unterricht

7.30 Uhr bis 8.15 Uhr gemeinsamer Unterrichtsbeginn/ Morgenkreis/ Unterricht

8.15 Uhr bis 8.25 Uhr Pause

8.25 Uhr bis 9.10 Uhr Unterricht

9.10 Uhr bis 9.25 Uhr gemeinsames Frühstück

9.25 Uhr bis 10.10 Uhr Unterricht

10.10 Uhr bis 10.30 Uhr Hofpause

10.30 Uhr bis 11.15 Uhr Unterricht

11.15 Uhr bis 11.25 Uhr Pause

11.25 Uhr bis 12.10 Uhr Unterricht

12.10 Uhr bis 12.30 Uhr Mittagessen/Hofpause

12.30 Uhr bis 13.15 Uhr Unterricht

 

Alle Kinder aus den umliegenden Wohnorten können nach dem Unterricht den Linienbus benutzen. Für die Hortkinder beginnt die Betreuung durch den Hort der Gemeinde Kröslin. Für die Fahrschüler erfolgt die Aufsicht zwischen Unterrichtsende und Abfahrt des Busses durch die Lehrer.

 

5. Unterricht

Der Unterricht findet in den organisatorischen Formen des Kernunterrichts, des Wochen- und Tagesplanes, den Projekten und Gesprächskreisen statt.

5. 1. Lerngruppen

Die Schüler lernen in Lerngruppen. Der jahrgangsübergreifende Unterricht kann in den Fächern Werken, Musik, Sport, Kunst und Religion bzw. Philosophieren mit Kindern durchgeführt werden.

5. 2. Kernunterricht

Der Kernunterricht wird in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch durchgeführt. Er erfolgt jahrgangsweise. Es wird in Frontal-, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit gelernt. Weiterhin werden Formen des offenen Unterrichts genutzt, wie Tagesplan, Wochenplan und Projektunterricht. Um die Schüler an die neuen Medien heranzuführen, lernen sie den Umgang mit dem Computer kennen. Geeignete Programme dienen zur Festigung und Anwendung des Wissens in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Durch die vielfältigen Übungsformen sollen die Schüler an das selbstständige Lernen herangeführt werden. Weiterhin werden dadurch Voraussetzungen für die Nutzung des Computers zu Hause geschaffen. Dazu gehört auch das Recherchieren im Internet.

5. 3. Der Kreis

Der Kreis wird als Wocheneingangskreis (montags) oder als Morgenkreis (an den anderen Wochentagen) eingeführt. Freitags kann auch der Abschlusskreis ein Wochenendkreis sein. Andere Formen der Kreisarbeit wie Lesekreis, Rätselkreis, Geschichtenkreis sind Bestandteil der Lerngruppenarbeit. Der Morgenkreis dient dazu, die Kinder einzustimmen. Interessantes wird erzählt, persönliche Erfahrungen, Sorgen und Probleme werden besprochen. Geburtstagskindern wird gratuliert. Die Kinder sollen lernen, sich klar, verständlich, informativ und kurz zu äußern. Sie lernen zu reden und anderen zuzuhören.

5. 4. Feiern

Höhepunkte im gesellschaftlichen Miteinander einer Schulgemeinschaft als Lebensgemeinschaft sollen unsere Feiern sein. Sie ergänzen alle Maßnahmen des sozialen Lebens an der Schule und stellen besondere Ereignisse dar. Jeder Schüler soll sich einbringen und diese Feste mit Fantasie und Kreativität ausleben. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Wolgast-Anklam - Flötengruppe- ist zum festen Bestandteil geworden. Der Musikunterricht „Flötenspiel“ findet in unseren Räumlichkeiten statt. Anlässe zum Feiern werden im Jahresplan langfristig und überschaubar geplant.

Folgende Feiern werden durchgeführt:

5. 5. Projekte

Schulprojekte ergänzen unseren Unterricht. Lehrer, Eltern, Großeltern und Schüler beteiligen sich gemeinsam an der Vorbereitung, der Durchführung der Projekttage und Auswertung der Ergebnisse. Diese Schulprojekttage bilden einen weiteren Beitrag zum selbstständigen und gemeinsamen Lernen.

Folgende Angebote sind möglich:

5. 6. Klassenfahrten und Wandertage

In jedem Schuljahr können insgesamt 5 Unterrichtstage sowohl für eine Klassenfahrt (bis zu 3 Tage) als auch für Schulwanderungen (bis zu 3 Tage) genutzt werden, unter Beachtung des Budgets für Klassenfahrten. Grundlage für die Planung und Durchführung von Klassenfahrten und Wandertagen ist die Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 23. September 2013 „Lernen am anderen Ort“.

5. 7. Bewertung und Beurteilung.

Die Bewertung und Zensierung erfolgt unter Beachtung des § 62 des Schulgesetzes für das Land Mecklenburg-Vorpommern vom 13. Februar 2006 und nach der" Verordnung zur einheitlichen Leistungsbewertung an den Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern" vom 30.4.2014.

Die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens erfolgt auf der Grundlage der "Verordnung  zur Bewertung des Arbeits- und Soztialverhaltens an allgemeinbildenden Schule in Mecklenburg-Vorpommern" vom 8.5.2013.

5.8. Förderkonzept

Bildung und Erziehung sind Hauptanliegen unserer Einrichtung. Die Schüler werden gefordert und gefördert. Individuelle Förderung und differenzierte Arbeit sind Bestandteil des Unterrichts. Freude an Tätigkeiten und Erfolge machen die Kinder stark. Pädagogische Diagnostik und Förderung im Unterricht bilden eine Einheit. Für Schüler mit Förderbedarf wird ein Förderplan erstellt, der von Klasse 1-4 geführt wird.

5.8.1. Sprachbildungskonzept

 

6. Kooperationen

6.1.  Kooperationsvertrag zwischen Kindertagesstätte, Hort und Grundschule

6.2. Kooperation zwischen den weiterführenden Schulen und der Grundschule

6.3. Kooperation mit der Grundschule "Lütt Matten" Wusterhusen

6.4. Kooperationsvertrag zwischen der Stadtbibliothek Wolgast und der Grundschule "Fritz Reuter"

6.5. Kooperationsvertrag zwischen der Marina Kröslin GmbH und der Grundschule "Fritz Reuter"

6.6. Kooperationsvertrag zwischen der Kreismusikschule Wolgast-Anklam und der Grundschule

     "Fritz Reuter"

 

7. Lernumgebung

7. 1. Räumlichkeiten

Wir nutzen die vorhandenen Klassenräume, die Mehrzweckhalle, den Sportplatz, den Werkraum, das Computerkabinett, die Räumlichkeiten des Hortes und den Gemeindesaal. Offene Regale und Schränke bieten Platz für Arbeitsmittel und Materialien für Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit.

7. 2. Pausenhof und Grünanlagen

Die Schüler haben die Möglichkeit sich in den Pausen auf unserem Schulhof mit seinen Anlagen zu erholen und sich sportlich zu betätigen. Der Schulhof ist mit Bäumen und Sträuchern begrünt. Spielmöglichkeiten und Spielgeräte sind vorhanden und werden von den Schülern aktiv genutzt.

8. Elternmitwirkung und Öffentlichkeitsarbeit

Die Erziehungsberechtigten wählen ihre Klassenelternräte, die die Interessen der Erziehungsberechtigten in allen sie betreffenden Fragen des Unterrichts und des schulischen Lebens ihrer Kinder vertreten.

Der Klassenlehrer informiert regelmäßig den Klassenelternrat über die Angelegenheiten der Organisation und Gestaltung des Unterrichts und der Erziehung.

Die Vorsitzenden der Klassenelternräte bilden den Schulelternrat. Der Schulelternrat unterstützt die Arbeit der Klassenelternräte beim Zusammenwirken von Schule und Erziehungsberechtigten.

Die Schulkonferenz der Grundschule „Fritz Reuter“ Kröslin berät und beschließt regelmäßig über alle wichtigen Fragen der Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und Erziehungsberechtigten. Mitglieder der Schulkonferenz sind die Schulleiterin, die Vertreter der Lehrer, die Vertreter der Erziehungsberechtigten und ein Vertreter des Schulträgers. Es gilt entsprechend das Schulgesetz § 76 „Schulkonferenz“.

In jedem Schuljahr finden halbjährlich einmal Elternsprechstunden und im 2. Schulhalbjahr Beratungsgespräche zum Arbeits- und Sozialverhalten statt. In der ersten Elternversammlung der Jahrgangsstufe 4 werden die Erziehungsberechtigten über die schulartunabhängige Orientierungsstufe und den Ablauf des Übergangsverfahrens informiert. In den im Januar und Juni stattfindenden Klassenkonferenzen werden der Leistungsstand, das Sozial- und Arbeitsverhalten jedes Schülers eingeschätzt sowie Festlegungen für die weitere Bildungs- und Erziehungsarbeit getroffen. Es gilt das Schulgesetz § 78 „Klassenkonferenz“.

 

Beschluss:

Das Schulprogramm der Grundschule „Fritz Reuter“ Kröslin wurde am 24.06.2019 genehmigt.